Interview Social Business Arena Teil 2: Einführung braucht Ressourcen!

Teil 2 meines Interviews für den Blog der Social Business Arena. Hier geht es zum ersten Teil!

Hier meine Antworten für das Interview , dass im Blog der Social Business Arena veröffentlicht wurde. Die Arena ist Teil der kommenden CeBIT.

4. Gibt es für Dich/Sie Prozessfelder, wo für das Thema relativ sicher “Quick Wins” erzielt werden können?

Von Anfang an auf die professionelle Unterstützung von internen/externen/freiwilligen/ausgebildeten/wie auch immer gearteten Community Manager setzen. Die Herangehensweise „Wir schauen mal wie das Funktioniert und nutzen es dann erstmal so!“ ist zum Scheitern verurteilt.

Gibt es diese Personen im Unternehmen, dann können sie gemeinsam auf fast jedem Anwendungsfeld den Anwendern bei der Umsetzung ihrer Anforderungen helfen und einen „Quick Win“ erzielen.

Typische Communities, die sehr schnell zu Erfolgen führen, sind der Aufbau eines Expertennetzwerks oder in der Projektkommunikation.

5. Was ist Eure/Ihre zentrale Empfehlung für die Einführung und Etablierung dieser Konzepte im Unternehmen?

Unternehmen und die darin (häufig sehr engagiert) arbeitenden Akteure sollen aufhören mit diesem „Mal so eben einführen wollen“ ohne Plan, Managementunterstützung, Budget und Ziel. Da fällt jedes Mal einer von der SAP Front lachend vom Stuhl.

Es geht um das wichtigste in einem Unternehmen: Kommunikation, Zusammenarbeit und Wissenstransfer!

Die hergestellten Produkte oder die angebotenen Dienstleistungen sowie auch das Klingeln in der Kasse am Ende des Monats sind alles sehr wichtige Themen. Aber sie sind nur ein Ergebnis von (ich wiederhole mich) guter Kommunikation, hürdenfreier Zusammenarbeit und dem erfolgreichen Transfer von Wissen.

Ja, ja: Es muss heißen Austausch von Daten bzw. mit Kontext von Informationen, die dann im Kopf des Empfängers zu Wissen werden – „Verkopfung“, von oben herab, ohne Anbindung an die Mitarbeiter ist eine andere Möglichkeit, Social Collaboration – trotz gutem Willen – kaputt zu machen.

Es ist und bleibt ein schwer greifbares Thema, dass mit langem Atem und viel Feingefühl, Veränderungsbereitschaft, Nachdruck und Geld eingeführt werden will.

Aber es ist ein tolles Thema, es macht Spaß und es bringt über kurz oder lang echte Mehrwerte für das Unternehmen. Oder wollen sie auf das Telefon oder ihre E-Mail komplett verzichten?